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Hochzeitsstreiche


Vorweg ein wichtiger Hinweis:
 
Hochzeitsstreiche sollen Spaß machen und die Brautleute überraschen. Dabei dürfen die Folgen den Betroffenen durchaus ein wenig lästig sein. Aber Alles hat seine Grenzen! Dort wo Andere über Gebühr gestört werden, wo Kosten entstehen, Dinge kaputt gehen oder gar die Gesundheit gefährdet wird, ist die Grenze des guten Geschmacks überschritten.
Der Sinn von Hochzeitsstreichen ist NICHT, eine unvergeßliche zweisame Hochzeitsnacht zu verhindern!
Böse oder bös-verstandene Hochzeitsstreiche haben schon oft ihr Ende vor Gericht gefunden. Freundschaften gingen dadurch auf immer auseinander.

 
  • Der Wohnungsschlüssel:

  • Grundlage für alle Streiche ist, daß man sich Zugang zur Wohnung des Brautpaars verschaffen muß. Das sollte bereits Wochen oder Tage vor dem großen Ereignis geplant werden, denn am Tage der Hochzeit rechnet das Paar am ehesten damit.
    Nach getaner Arbeit (der Vorbereitung der Streiche in der Wohnung) kann der einzige für das Brautpaar verfügbare Schlüssel vor der Wohnungstür zum Beispiel tief in einem Eimer mit Buddelkastensand versteckt sein.
    Eine andere Möglichkeit ist es, den Schlüssel in eine gefüllte Flasche (vielleicht sogar in hochprozentigen Alkohol) zu werfen und diese zu verkorken. Das Brautpaar hat normalerweise keinen Korkenzieher dabei - und wohin mit der Flüssigkeit?
     
  • Kein Weg führt hinein:

  • Schwierigkeiten, die Wohnung zu betreten, hat das Brautpaar, wenn man Papp- (oder Plastikbecher) mit Wasser füllt und diese dicht an dicht im Flur der Wohnung verteilt - möglichst so, daß kein Fuss in die Zwischenräume paßt. Aber bitte den Öffnungsbereich der Tür nicht verstellen, da sonst schwungvoll die Becher durch die Gegend fliegen.
     
  • Nichts mehr an seinem Platz:

  • Möbelstücke werden umgestellt, Dinge von ihrem gewohnten Ort an einen anderen Platz gebracht. Was macht denn die Zahncreme im Kühlschrank? Beim Transport sollte aber größte Vorsicht angesagt sein, denn es soll nichts zu Bruch gehen. Möbelstücke müssen erst auf ihre Stabilität geprüft werden - eine schiefe Schrankwand kann eine Freundschaft in Frage stellen. Auch sollten die Orte so gewählt werden, daß alle Gegenstände auch wiedergefunden werden können und noch brauchbar sind.
     
  • Der Gummibaum in der Kloschüssel:

  • Die Toilette wird für einige Zeit gesperrt, indem man einen Gummibaum oder eine andere Pflanze in die Kloschüssel pflanzt. Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, sollte aber der Abfluß (oder am besten die ganze Schüssel) durch eine Plastikplane gesichert werden. Denn Sand oder anderes Füllmaterial kann leicht zu einer Verstopfung der Rohre führen.
    Diese Aktion eignet sich gut, dem Paar eine schöne Pflanze zu schenken. Wer keine Ahnung von Pflanzen hat, sollte auch nicht eine in der Wohnung vorhandene Pflanze auf diese Weise umtopfen, denn manches Gewächs nimmt einen Standortwechsel sehr übel.
     
  • Das verschlossene Schlafzimmer:

  • Welch eine Überraschung, wenn das Brautpaar die Schlafzimmertür verschlossen vorfindet. An der Tür klebt dann ein Zettel, wo nach dem Schlüssel zu suchen ist. Dort gibt es dann den nächsten Hinweis, usw. bis schließlich der Schlüssel eingefroren in einer Wasserschale im Kühlschrank gefunden wird. Bitte diese Aktion aber auf die Wohnung beschränken.
     
  • Alles voller Luftballons:

  • Das Schlafzimmer (oder der Flur oder das Badezimmer) werden vollgestopft mit hundert bunten Luftballons - natürlich alle aufgeblasen. Zur Vorbereitung sollte man entweder eine Luftballonpumpe oder aber viele Helfer haben.